Fohlenschau 2014

An der Fohlenschau der Pferdezuchtgenossenschaft Einsiedeln wurden 22 Warmblut- und 4 Freibergerfohlen benotet. Die Siegerfohlen gehören Roland Birchler aus Bilten und Daniel Hubli aus Oberiberg. Die Spezialprämien gingen an den Marstall des Klosters Einsiedeln.

Einsiedeln. – Prächtige Fohlen, die auch von den Experten viel Lob bekamen, wurden am Samstag in der Marstall-Reithalle  präsentiert. Es ging um möglichst gute Noten für die Bereiche Typ, Körperbau und Gänge. Keine leichte Aufgabe für die Experten. Ein Teil der Fohlen zeigte sich übermütig im Galopp und mit Bocksprüngen statt manierlich in elegantem Trab, auch der Altersunterschied betrug mehrere Monate. Doch Christian Hildebrand und Adrian Oehrli (Warmblut) sowie Gabriela Ochsner und Martin Stegmann (Freiberger) walteten versiert ihres Amtes. Sie selektionierten fünf der 22 Warmblutfohlen gar für die Schweizer Meisterschaft in Avenches. Im Rapell wurden die Besten im direkten Vergleich ein zweites Mal beurteilt. In der Kategorie Warmblut stand schliesslich Sport vor der Tradition. BB Nia aus dem Stall von Roland Birchler in Bilten (Mutter BB Miss Red Chillie, Vater BB Nithard) siegte vor Donna Nera aus der Zucht von Albin Fuchs in Unteriberg (Mutter Del-Dorina, Vater Feetback). Beide zeigten hervorragende Gänge. Im dritten Rang war mit Quando MKE aus dem Marstall des Klosters Einsiedeln ein traditionell gezüchtetes Fohlen. Mutter Arista gehört zur Klima –Linie, die sich lückenlos bis 1858 zurückverfolgen lässt. Quandos Vater ist Florencio. Quando sicherte sich den Preis von 3000 Fr. für das beste Fohlen aus einer traditionellen Einsiedler Stutenlinie. Auch die zweite Prämie der Stiftung zur Förderung der Einsiedler Marstallzucht – Für das Einsiedler Pferd ging an den Marstall (siehe Box).

Kleiner als in den Vorjahren war am Samstag das Feld der Freiberger Fohlen.  Nur gerade vier wurden vorgestellt. Gewonnen hat Daniel Hubli aus Oberiberg mit dem Stutfohlen Aida (Mutter Alisha, Vater Nejack) vor Lydia Hautle aus Gommiswald mit dem Stutfohlen Halina (Mutter Sterndli, Vater Henriccione) und Uschi Fässler aus Unteriberg mit Hengstfohlen Lenox (Mutter Linda, Vater Lucky Star).

Junges Pferd ausgezeichnet

Mit der fünfjährigen Lubaya MKE erhielt ein sehr junges Pferd die Auszeichnung Einsiedler Pferd des Jahres 2014 und den Spezialpreis von 3000 Franken von der Stiftung zur Förderung der Einsiedler Marstallzucht – Für das Einsiedler Pferd. Lubaya vereint viele Aspekte des Zuchtziels auf eindrückliche Weise. Sie hat sich bereits zum zweiten Mal für die Schweizer Meisterschaft der CH-Sportpferde in Avenches qualifiziert (Final Promotion). Bereits mit drei Jahren wurde Lubaya MKE zur Prämienzuchtstute und sie schaffte es im Rahlen des Superfinals im Freispringen der Swiss Breed Classic im Rahmen des CSI Genf auf den dritten Rang. Nebst dem Einsatz im Springsport wird Lubaya seit diesem Jahr auch in der Reitschule des Marstalls eingesetzt. Sie läuft mit Kindern genau so zuverlässig wie mit Erwachsenen und kann auch im Gelände problemlos geritten werden. „Eine tolle Stute mit super-Einstellung und dem richtigen Temperament“, lobt Ursi Kälin, die Marstall-Betriebsleiterin. (fs)