Bestes Fohlen 2012 aus einer traditionellen Stutenlinie der Einsiedler Marstallzucht

E. Weiss, Stiftung und B. Bisig, PZGE mit der Züchterfamilie Z. und B. Kälin und Quevadis

Am Fohlenchampionat der Pferdezuchtgenossenschaft Einsiedeln nahmen rund zwanzig Fohlen teil. Zur grossen Freude der Vertreter der «Stiftung zur Förderung der Einsiedler Marstallzucht – Für das Einsiedler Pferd» waren in den ersten drei Rängen gleich zwei der insgesamt vier angetretenen Fohlen aus traditionellen Stutenlinien der Einsiedler Marstallzucht klassiert. Quevadis K, ein Hengstfohlen aus der Klima-Linie im Besitz von Xaver und Bernhardine Kälin, Trachslau belegte in der Gesamtrangliste den zweiten Platz. Auf den dritten Rang schaffte es das Stutfohlen Passirada, von Erika Aeberhard, Jegenstorf, das der Sella-Linie angehört. Onaya MKE und Odin MKE vertraten die Zucht des Marstalls des Klosters Einsiedeln bzw. die Klima- und Quarta-Linie. Der von der Stiftung vergebene Preis in der Höhe von 3‘000 Franken für das beste Fohlen ging an Familie Kälin mit Quevadis K.

Stiftung zur Förderung der Einsiedler Marstallzucht – Für das Einsiedler Pferd

Die am 3.12.2008 öffentlich beurkundete «Stiftung zur Förderung der Einsiedler Marstallzucht – Für das Einsiedler Pferd» bezweckt die Förderung der Einsiedler Marstallzucht und des traditionellen Einsiedler Pferdes.

Die Stiftung verfolgt keinen Erwerbs- oder Selbsthilfezweck, ist im Handelsregister des Kantons Schwyz eingetragen, gemeinnützig und steuerbefreit. 
Die Stiftung hat das Domizil bei der Administra Treuhand AG in 8840 Einsiedeln.
Die Stiftungsaufsicht wird vom Bezirksrat Einsiedeln ausgeübt.

Der (unbekannte) Gründer will das älteste noch existierende Gestüt Europas im Marstall des Klosters Einsiedeln und die damit zusammenhängenden Aktivitäten – insbesondere die Zucht von Pferden – unterstützen und stellt der Stiftung CHF 2 Mio. als Stiftungs-Kapital zur Verfügung.

Damit wird auch eine traditionelle Kultur gemäss UNESCO-Übereinkommen 2003 erhalten und gestärkt.

Als offizielle Gründer der Stiftung treten die Organe auf, nämlich:

  • Dr. Egon Bruhin, 8853 Lachen (Präsident),
  • Ing. agr. Erich Waldmeier, 8451 Kleinandelfingen (Vizepräsident) und Ing. agr.
  • Esther Weiss, 8406 Winterthur (Geschäftsführerin und Aktuarin),

die bis Sommer 2014 in ihren Funktionen gewählt sind.

Für die Stiftung zeichnen alle drei Stiftungsräte kollektiv zu zweien.

Die Stiftung protokolliert ihre Beschlüsse und legt jährlich die Jahresrechnung und den Jahresbericht vor.

Die Stiftung richtet Beiträge und Prämien an die Marstall Kloster Einsiedeln GmbH und die Pferdezuchtgenossenschaft Stiftsstatthalterei Einsiedeln sowie auch an einzelne Züchter und Halter von traditionellen Einsiedler Pferden aus.

Das Einsiedler Warmblutpferd, ein historischer «Pferdeschlag», zeichnet sich durch systematische Linienzucht auf der Stutenseite aus, ist aber gemäss molekulargenetischen Untersuchungen von vergleichbaren europäischen Warmblutrassen und englischem Vollblut nicht abgrenzbar.

Die Stiftung anerkennt als «traditionelle Einsiedler» alle Pferde, die von den vier Stuten-Zuchtlinien aus der Marstallzucht abstammen:

Klima abstammend von den Stuten Dügeli 1858 und Klima 1889
Manda/Quartaabstammend von den Stuten Zira 1871, Manda 1915 & Quarta 1919
Sella abstammend von den Stuten Zella 1904 und Sella 1921


Die vier Stammbäume sind in Fortsetzung der klösterlichen Zuchtbücher A und B bis in die heutige Zeit nachgeführt und ermöglichen den eindeutigen Abstammungsnachweis in der Mutter-Linie, so dass die traditionelle Zucht der Klosterpferde, der Cavalli della Madonna, auf wissenschaftlich gesicherter Basis weiter geführt werden kann. Sowohl so alte, noch erhaltene Zuchtbücher, die den Anschluss ermöglichen, als auch dokumentierte, ununterbrochene Zuchtlinien aus dem 19. Jh. bis in die heutige Zeit sind gemäss bisherigen Erkenntnissen in Europa einmalig. 

Leitet Herunterladen der Datei einListe traditioneller Einsiedler Stuten