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Kommission Erhalt und Förderung des Einsiedler Pferdes
Die Einsiedler Pferde, also die neugeborenen Fohlan ab 2009, die als solche deklariert werden, werden im Abstammungspapier vom ZVCH den Zusatz bei der Rasse "Einsiedler" erhalten.
Altes Blut retten und erhalten
Erhalt und Förderung des Einsiedlerpferdes
Die Einsiedler Pferdezucht gilt als älteste Pferdezucht Europas. Eine im Jahre 2004 gegründete Kommission «Erhalt und Förderung des Einsiedlerpferdes» will nun Nägel
mit Köpfen machen, um das alte Blut zu retten und die Zucht des Einsiedler Schlages zu fördern. Eine diesbezügliche Initiative ist beim Zuchtverband CH-Sportpferde
ZVCH auf positives Echo gestoßen. Unter Anderem sollen Pferde, die nach entsprechenden Kriterien gezüchtet wurden, im offiziellen ZVCH-Abstammungspapier den
Zusatzeintrag neben der Rasse «Einsiedler» erhalten.
Bis vor 100 Jahren wurde die Zucht des Einsiedler Pferdes nur im Kloster Einsiedeln gepflegt. 1906 gründeten die Bauern der Umgebung die Pferdezuchtgenossenschaft
Einsiedeln. Sie deckten ihre Stuten, die auf die Einsedler Blutlinien zurückführen, jeweils mit dem Hengst des Klosters. Eine im Jahr 2004 vom Institut für
Nutztierwissenschaften der ETH Zürich und der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich durchgeführte molekulargenetische Untersuchung und eine daraus resultierende
Doktorarbeit haben als Quintessenz ergeben, dass die Einsiedler Zucht sich durch systematische Linienzucht auf der Stutenseite auszeichnet, die so genannte
Quarta/Manda- und die Klima-Linie. Obschon die Manda-Linie im Kloster schon seit einiger Zeit ausgestorben ist, hat sie sich außerhalb des Klosters über weibliche
Nachkommen bis zum heutigen Tag erhalten. Das Einsiedler Pferd kann zwar nicht als eigene Rasse, jedoch als eigener, erhaltenswerter Schlag bezeichnet werden.
Innerhalb der Pferdezuchtgenossenschaft Einsiedeln
«Wir fühlen uns verpflichtet, den Einsiedler Schlag zu retten und wieder zu fördern, dies aber innerhalb des Schweizerischen Verbandes des CH-Sportpferde. Dies hält
die Kommission unter der Leitung von ZVCH-Vermarktungschefin Brigitte Bisig fest. Mitglieder dieser Kommission sind überdies Meinrad Kälin, Präsident der
Pferdezuchtgenossenschaft Einsiedeln, Guido Züger, Vorstandsmitglied der Genossenschaft, Dr. Pierre André Poncet, Direktor des Nationalgestüts und vom Kloster Pater
Lorenz Moser, Statthalter und Geschäftsführer der Genossenschaft. Laut Kommission der Genossenschaft ist es erklärtes Ziel, dass das Einsiedlerpferd immer den
Anforderungen des ZVCH zu entsprechen hat. Eine Deklaration im Abstammungspapier soll jedoch den Züchtern von Einsiedlerpferden eine zusätzliche Vermarktungsplattform
bieten und gleichzeitig dazu animieren, wieder vermehrt Einsiedler zu züchten. Eine durch den Direktor des Nationalgestüts, die Kommission «Erhalt und Förderung des
Einsiedlerpferdes» und das Ressort Zucht des ZVCH gemeinsam erarbeitete Liste der Hengste, die dem Einsiedlerblut am ehesten entsprechen sowie eine durch Dr. Poncet
erstellte Liste aller vorhandenen weiblichen Tiere, die abstammungsmässig, auf der Stutenlinie basierend, als Einsiedler eingestuft werden und für die Zucht zu
gebrauchen sind, sollen Hilfestellungen sein beim Neustart zur Erhaltung des ehrwürdigen Blutes.
Ein klares Zuchtziel und konsequente Selektion, könne die Zukunft der Einsiedler sichern und der Zucht dieses Schlages zumindest einen Teil der früheren Bedeutung
zurückgeben, wird von der Kommissionchefin Brigitte Bisig festgehalten. Mit der Zustimmung zu diesem Vorgehen und zur klaren Deklaration «Einsiedler» im
Abstammungsschein hat der Vorstand der Zuchtverband des CH- Sportpferdes sich klar hinter das große Ziel der Kommission, der Pferdezuchtgenossenschaft Einsiedeln
und des Klosters gestellt.
Brigitte Bisig, aktive Züchterin, Präsidentin der Kommission «Erhalt und Förderung des Einsiedlerpferdes» sowie Vermarktungschefin des Schweizerischen
Pferdezuchtverbandes, erteilt gerne weitere Auskunft.
079 204 16 87
info@pferdezuchtgenossenschaft-einsiedeln.ch
www.pferdezuchtgenossenschaft-einsiedeln.ch

